18.01.2022

Webdesign Trends 2022

Fünf Trends, die uns im neuen Jahr begegnen werden.

Auch in diesem Jahr haben wir uns mit Geschmack und Wohlgefallen im Webdesign auseinander gesetzt. Uns erwarten neue und spannende visuelle Highlights, Weiterentwicklungen langanhaltender Trends sowie ein kleines Revival der 90er Jahre. 

Nicht jeder dieser Trends eignet sich für jedes Geschäftsmodell. Doch der Blick in die Glaskugel lohnt sich, um als modernes Unternehmen am Puls der Zeit zu bleiben.

Typografie als Hero Image

Hat das Headerbild ausgedient?

Viele Jahre bestimmte das Panorama-Headerbild oder wahlweise auch der Slider das Erscheinungsbild jeder modernen Website.
Die Website soll emotional sein – so heißt es oft. Doch der Nutzer ist von der immer gleichen Ansprache mittlerweile so gelangweilt, dass er einfach weiterscrollt.

Etwas Neues muss also her!
In diesem Jahr setzen wir daher auf plakative Typografie und ebnen den Weg für einen schnell kommunizierenden Seiteneinstieg. Geschmackvolle Typografie hinterlässt durch ihre Einfachheit einen bleibenden ersten Eindruck und viel Spielraum für Kreativität.

Beeindruckende Interaktivität

Eine neue Dimension von 3D-Animationen und Page Transitions

Mikroanimationen erwartet der Nutzer mittlerweile einfach, wenn er eine Website betritt. Doch in diesem Jahr wird aus minimal maximal und wir können uns auf eine Reihe spannender Tiefeneffekte im Webdesign freuen. Gerade im Produktbereich lassen sich beeindruckende Effekte erzielen, denn hier stehen tolle 3D-Modelle (Blender) oft schon zur Verfügung. Die Produkte werden auf der Website dann so richtig greifbar, wenn der Nutzer sie aktiv ansteuern kann. Dieses Gefühl von Haptik hinterlässt einen bleibenden Eindruck und bietet einen echten Mehrwert gegenüber der 2D-Ansicht.

Gleiches gilt für die Animation von Übergängen innerhalb der eigenen Website. Die sogenannten Page Transitions gewährleisten flüssige Seitenübergänge und eine spannende User Experience. Das Markenerlebnis kann durchgängig gewährleistet werden, so dass keine Unterbrechungen durch das Laden einer neuen Seite entstehen. Gerade im Premiumbereich bietet sich diese Technologie, die auf PJAX oder AJAX Frameworks basiert, an. 

Collagendesign

Neue Kompositionen schaffen

Wer sich die Zeit für gute Contentpflege nimmt, der wird den Collagentrend mögen. Auch im Webdesign ist es mittlerweile möglich Bilder, Illustrationen und geometrische Formen in einer willkürlichen Anordnung zu präsentieren und sich somit von der Masse abzuheben. Collagen verbinden die unterschiedlichsten Elemente miteinander und schaffen so eine neue Komposition. So ist es möglich einen ganz eigenen Stil zu kreieren und im Gegensatz zur analogen Vorlage aus der Welt der Zeitschriften, lässt sich die digitale Collage auch noch hübsch animieren.

Sichtbare Gridelemente

Zurück zur Symmetrie

Trends sind ein wiederkehrendes Phänomen und so verhält es sich auch mit dem Trend der sichtbaren Gridelemente. Während das Internet in den letzten Jahren ein Ort der frei schwebenden Module, beziehungsweise der asymmetrisch angeordneten Elemente war, bekommen Websites in 2022 wieder mehr Struktur.

Dünne Linien und sichtbare Rahmen sind stilprägend und machen die Gridelemente, die jede Website besitzt, sichtbar. Die so entstehende Optik grenzt einzelne Bereiche gut voneinander ab und erinnert an Tabellenlayouts aus den 90er Jahren.

Glasmorphismus

Milchglas – Spannung durch Semitransparenz

Glasmorphismus ist seit Jahren ein beliebtes Stilmittel in App-Interfaces und wird primär für UI-Elemente eingesetzt. Der gefällige Effekt kann aber noch mehr und so ist es nicht verwunderlich, dass uns die Komposition aus verschiedenen, semitransparenten Flächen auch in anderen Bereichen einer Website begegnet. Knallige Farben und interaktive Komponenten machen den Milchglas-Effekt zu einem gerne gewählten Stilmittel für Hero-Images, Icons und sogar in der Logogestaltung findet er jetzt Anwendung.

Fazit

Das Webdesign-Jahr 2022 wird bunt und vielfältig und spiegelt so die Entwicklung unserer diversen Gesellschaft wider. Die technischen Möglichkeiten werden immer vielfältiger, so dass einer beeindruckenden Website keine Grenzen mehr gesetzt sind.